Teddyhaus für unterwegs

Für dieses Spielbuch habe ich eine lange Zeit viele kleine Dinge zusammengetragen. Wollfilz in vielen Farben und Stärken, Bänder, Borten, Knöpfe, nichts war vor meiner Sammelwut sicher. In meinem Kopf war das Buch schon lange fertig, aber die Umsetzung hat noch vieles verändert. Manchmal hat sich die Idee als nicht durchführbar erwiesen, dann musste ich mir Neues ausdenken. Natürlich bin ich nicht die Erste, die ein Buch aus Filz näht und somit findet man viele Anregungen im Internet. Stundenlang könnte ich die tollen Bücher ansehen, die dort gezeigt werden.

Etwa vier Monate habe ich an dem Buch genäht, natürlich mit Unterbrechungen, aber es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Einerseits bin ich froh, dass es fertig ist, andererseits traurig, weil ich fertig bin. Aber in meinem Kopf sind schon neue Bücher. Wollfilz ist ein fantastisches Material. Es lässt sich sehr leicht nähen, es franst nicht und lässt sich toll schneiden. Allerdings habe ich jetzt ständig Angst zu uns kommen die Motten. Überall habe ich Lavendel verteilt und Zedernholzstückchen. Das ist es mir aber wert. Dieses Problem hätte man mit Bastelfilz nicht, aber ich habe mich für Wollfilz entschieden. Bis jetzt habe ich auch noch keine Motte gesehen 🙂
Die kleinen Teile, wie das Buch und die Zeitung für den Teddy sind aus Stoff und die Decke für das Bett ist natürlich ein kleiner Quilt.

Ich wollte, dass man auf jeder Seite etwas entdecken kann, es sollte sich etwas bewegen oder zu verschieben gehen. Dafür braucht man Schnur, die sich durch Löcher ziehen lässt. Das ist mir etwas schwer gefallen. Ich glaube beim nächsten mal gehe ich einfach zum Schuster und lasse es dort machen. Für die Bienen habe ich die Lösung mit dem Gurtband gefunden, das funktioniert super. Die Eingangstür hat ein Fenster aus fester Folie (ein Teil eines alten Duschvorhangs), und lässt sich öffnen. An der Glocke kann man läuten, den Brief aus dem Kasten nehmen und einen Käfer und Vogel finden. Hinter der Tür ist ein Vorhang, der sich auf- und zuziehen lässt. Im Schränkchen ist ein Schlüssel an einer Schnur und im Körbchen sind Erdbeeren auf einer Gummischnur, die sich etwas rausziehen lässt.
Im Schlafzimmer gibt es eine Lampe, die auf Druck leuchtet, eine kleine Leuchte für den Schlüsselbund. An den Bändern sind das Buch und eine Wärmflasche festgenäht, die man unter das Bett schieben kann. Unter dem Bettpfosten ist eine Maus versteckt. Im Bad kann man die kleine Ente in der Wasserblase hin- und herziehen und Teddy kann natürlich in die Wanne steigen und den Vorhang zuziehen. Im Wohnzimmer wartet auf den Teddy ein Schaukelstuhl, der auch wirklich schaukelt und eine Zeitung zum Lesen. Im Wald sind Teddys Bienen, die zu den Blumen fliegen können. Sie sind an Gummibändern und lassen sich ins Bienenhaus zurückziehen. In der Blume ist ein Frosch versteckt. Im Fischteich lassen sich die Fische und die Schildkröte hin- und herziehen. Außerdem gibt es ein Fischernetz und drei Fische an der Schnur, die man einfangen kann. Der Teich ist auch aus Folie und man sieht den Froschkönig. Der Fuchs ist ein Knopf, der gleitet auf einer Schnur hin und her. Hinter dem Wäldchen versteckt sich ein Reh. Im Garten steht eine Vogelscheuche, sie kann ihre Arme hin und herziehen und somit an den Vogel kommen, der sich im Strauch versteckt. Der Zaun ist mit einem Karabiner verschlossen und lässt sich öffnen. Dann kann man die Möhren ernten und den dicken Wurm sehen, der beim hin- und herkrauchen einen dicken Wurmrücken macht. Die Wolke hat einen Reißverschluss, wenn man den öffnet regnet es im Garten. Am schwierigsten war es, die einzelnen Seiten am Schluss zusammenzunähen, das würde ich beim nächsten Buch etwas anders machen.
Es gibt noch eine kleine Tasche für das Buch und die Reise kann losgehen.

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